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Dulcolax & Co.

Wer kennt sie nicht… die AFM (Abführmittel). Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich schon in eine Apotheke gerannt bin, um mir so eine kleine grün-gelb weisse Schachtel zu holen. Am Anfang hatte ich total Angst, dass ich die AFM nicht bekommen würde. Aber daher ich ja nicht meinem Alter entsprechend wirke bzw. So um die 18 – 19 Jahre, hatte ich von Anfang an keine Probleme, an die Dinger heran zu kommen. Leider. Hätte ich Schwierigkeiten bekommen und hätte es aufgegeben, wäre mir sicher einiges erspart geblieben. Ich habe nicht vor, hier irgendeine Seite, einen Blog oder irgendeinen Artikel zu Zitieren- ich schreibe hier nur meine eigenen Erfahrungen und mein kleines Wissen betrefflich ABführmittel auf. Ud es währe schön, wen du es lesen würdest.

Das erste Mal als ich AFM ausprobiert habe, war im November 2008. Ich weiss noch ganz genau, wie ich damals in die Apotheke ging und nicht wusste, was ich nun sagen sollte, um an die AFM ran zu kommen. Ich habe dann der Verkäuferin erklärt dass ich einen total komischen Bauch hätte und dass ich wohl irgendein Abführmittel bräuchte. Die Frau fragte mich darauf, ob ich den schon länger nicht mehr zur Toilette hätte gehen können. Ja. „Und haben sie einen schweren, aufgeblähten Bauch?“ Ja… „Ist es für sie, als wie wen sie tausend kleine Luftbläschen in ihrem Bauch hätten?“ Ähm… Ja so ähnlich… Ich hatte ein total komisches Gefühl und dachte ich würde gleich knallrot anlaufen. Hoffentlich bekam ich nun bald die AFM und musste nicht noch lange hier rumstehen! „Dann brauchen sie definitiv keine Abführmittel sondern etwas gegen Blähungen.“ Ich hab mir nur so gedacht… okay…. Will ich aber nicht! Und deswegen sagte ich ihr, als sie mir das orange Schächtelchen verkaufen wollte, dass ich leider keine 20 Franken dabei hätte. Ich würde aber später nochmal vorbei kommen, ob sie es für mich aufheben könnte? „Natürlich“ Ich bin aber nicht zurück gegangen sonder gleich weiter zur nächsten Apotheke und habe gesagt „Guten Tag, ich brauche ein Päckchen Dulcolax“ Ich habe mal in einer TV Werbung einen Spot über dieses Abführmittel gesehen und dachte mir, dass ich es nun eben mal so versuchen würde.

Der nette Herr, der mich bediente lächelte mich an und meinte „ist es für Sie?“ „Nein, für meine Mutter. Aber sie hat mich geschickt, weil es ihr im Moment nicht sehr gut geht“ „Oh,“, meinte er, während er mir das wunderschöne weisse Päckchen mit den grünen Streifen und den gelben Pillen drauf einscannte und mir dann den Betrag nannte. Ich bezahlte die 11.80 Franken und ging dankend aus der Apotheke raus. Halleluja! Ich hatte es geschafft! Ich weiss noch genau, wie ich damals nach Hause gegangen bin und mich eine geschlagene Stunde lang vor dem Spiegel rum gedrückt habe. Immer wieder habe ich diese kleine, gelbe Pille betrachtet und dachte „na los, jetzt schluck sie endlich!“ Aber ich hab mich nicht getraut. Erst am nächsten Tag schafte ich es. Ich schluckte 4 Dulcolaxpillen und trank darauf einen halben Liter Wasser.

Ich war gespannt, was jetzt passieren würde. Die Packungsbeilage habe ich übrigens damals nie gelesen. Ich hatte zum Glück an diesem Tag frei und konnte mich den ganzen Tag zu Hause rum drücken. Am Abend bekam ich plötzlich Bauchweh. Ich habe mich ein bisschen gefreut, weil ich wusste, dass die AFM nun wirken würden. Als dann die Krämpfe immer schlimmer wurden und ich weder gehen noch stehen oder sonst was machen konnte, schloss ich mich auf der Toilette ein und blieb da auch beinahe eine Stunde. Es war total schlimm. Mir wurde übel und manchmal hätte ich mich am liebsten übergeben. Und mein Magen spielte natürlich die ganze Zeit über verrückt. Danach war ich so müde, dass ich im Eilverfahren duschte und danach nur noch schlafen wollte. Am nächsten Morgen war natürlich mein erster Gedanke: Wie viel wiege ich? Ich stand auf meine Waage und das Resultat war sehr befriedigend… 55kg. Ich hatte 400g abgenommen. Ich beschloss dann, die AFM eine Woche lang zu nehmen. Jeden Tag 4 Pillen. Ich klapperte alle Apotheken ab und gab mein Geld für etwas aus, was meinem Körper nur schaden sollte. Irgendwann begann ich mich beinahe von diesen AFM zu ernähren. Ich meine: In der Schule ass ich schon lange nicht mehr in der Kantine, Frühstück lies ich immer aus und am Abend ass eh nie die ganze Familie zusammen. Also konnte ich das Essen wunderbar umgehen. Manchmal hab ich auch in unserer Dorfbäckerei süsse Törtchen gekauft, mich mit meiner Mutter zusammen an den Tisch gesetzt und mir ihr gequatscht, Kuchen gegessen. Was das sollte? Sie durfte nicht bemerken, dass ich abnehmen wollte. Und das ich dafür eben aufs Essen verzichten würde.

 Naja. Danach hab ich ein par Dolcolaxpillen genommen und ende. In der Nacht hab ich mich dann heimlich auf die Toilette geschlichen, dass Licht nicht angemacht, weil ich mich im Licht schämte und blieb dort für eine Stunde. Manchmal auch zwei. Ich verlor in dieser Zeit 6kg. Am Anfang hauptsächlich Wasser, denn: AFM entwässern und wirken ausserdem erst im Dickdarm, nachdem der Körper die Kalorien bereits aufgenommen hat. Nach zweieinhalb Monaten versuchte ich, die AFM abzusetzen, weil ich keine Lust mehr auf die Schmerzen hatte, auf die nächtlichen Stunden auf dem Klo, die Augenringe und dass ewige Geldausgeben für nichts. Ok, der Hauptgrund war letzteres. Ich hatte die Rechnung ohne meinen Magen gemacht.

 Dieser hat sich so an die AFM gewöhnt, dass er jetzt gar nicht mehr richtig verdaute. Ich konnte mein Essen nicht halten. Vielleicht wäre ich darüber glücklich gewesen, wen ich nicht an meine Zukunft gedacht hätte. Hab ich mir jetzt meinen Magen für immer kaputt gemacht? Würde ich nun wieder eine Darmentzündung bekommen? (Hatte ich im Alter vom 5 – 11 Jahre schon mal) Und hinterher frage ich mich, wieso ich damals an sowas gedacht hab. Ich wog jetzt 49,40 Kg. Ich hab mir das aufgeschrieben. Und ich war 173cm gross. Ich schreibe diese Abnahme nicht hauptsächlich den AFM zu, sondern meinem Essverhalten. Ich habe kaum noch was gegessen, weil ich Angst hatte, wieder AFM zu schlucken und dann wieder Schmerzen zu haben. Und wieder die ganze Nacht auf der Toilette zu sitzen. Und mir immer weder zu schwören, dass ich es nie mehr tun würde. Und es natürlich am nächsten Tag wieder genau gleich machen würde.

Fazit

Die Gewissheit, Abführmittel geschluckt zu haben, beruhigt mich, weil ich denke, dass sie nun das „böse“, fettige Essen aus meinem Körper schaffen würden. Zwar entspricht das nicht der Realität, aber das ist einem in diesem Moment egal! AFM schaden dem Körper, wen man sie dauerhaft und in grossen Mengen anwendet, da nütz auch viel Wassertrinken und Mineralstofftabletten schlucken nichts.

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Herzlich Willkommen
auf meinem Blog. Ich schreibe hier unter anderem oft über meine Essstörung.Ich möchte dass gleich als erstes klarstellen, denn ich will hier niemanden irgendwo reinziehen! Aber wen du magst, sieh dich ruhig um- aber lies erst den Disclamer ganz durch. Danke! Melrose

Melrose